Julias Schachuniversum zieht um!

Liebe Leser,

ab jetzt ist „Julias Schachuniversum“ auf einer anderen Internetseite zu Hause. Dies hat folgenden einfachen Grund: Jens-Erik Rudolph, der Magnus-Bezwinger vom Hamburger Simultan, schickte mir seine Partie mit eigenen Kommentaren. Natürlich wollte ich sie sofort veröffentlichen, nur: Das ging leider nicht, da meine WordPress-Version nicht PGN-kompatibel ist.

Zum Glück hat mir Franz Jittenmeier vom Schach-Ticker schnell einen neuen Blog gebaut, auf dem ich alles machen kann. Natürlich auch PGNs veröffentlichen:)

Nebenbei gesagt: Der neue Blog sieht auch optisch deutlich besser aus als vorher. Schaut doch einfach mal unter http://juliasschachuniversum.chess-international.de vorbei. Natürlich findet Ihr dort auch die Partie von Jens-Erik Rudolph:)

Die Inhalte des alten Blogs werden nach und nach auf den neuen Blog übernommen, es geht also kein Content verloren.

Ich hoffe, Ihr besucht „Julias Schachuniversum“ weiterhin.

Eure Julia

 

 

Lesenswerte Erlebnisberichte vom Magnus-Simultan auf dem Schach-Ticker!

Der Simultanwettkampf von Magnus Carlsen in Hamburg war eine tolle Veranstaltung für Schach-Deutschland. Hoffen wir, dass der populäre Weltmeister mit seinem sympathischen Auftritt nicht nur die Teilnehmer und Besucher des Simultans begeisterte, sondern auch neue Fans für die beste Sportart der Welt gewonnen hat.

Magnus Carlsen
Magnus Carlsen während des Wettkampfes

Neben Weltmeister Magnus gab es am Samstag noch weitere Stars, die sonst nicht so im Rampenlicht stehen. Dazu gehörten zweifelsohne die 70 Glücklichen, welche den Norweger am Schachbrett herausfordern und seine Hand schütteln durften. Für alle war es ein unvergessliches Ergebnis (trotz einer vielleicht drastischen Niederlage), schließlich spielt man nicht alle Tage gegen den Champion.

Auch Jana Schneider, Lara Schulze und Karol Lalla nahmen an dem Simultanwettkampf teil. Und nicht nur das: Sie schrieben einen Erlebnisbericht über ihre persönliche Begegnung mit Weltmeister Carlsen. Die drei Berichte findet ihr unter folgenden Links auf der beliebten Plattform Schach-Ticker:

Weiterlesen

Jens-Erik Rudolph besiegt Magnus!

Am 20.02. fand in Hamburg anlässlich des 70. Geburtstages der ZEIT die Simultanvorstellung von Magnus Carlsen an 70 Brettern statt. Einen kleinen Vorbericht hatte ich vor einer Woche veröffentlicht. Link: https://juliasschachuniversum.wordpress.com/2016/02/15/wer-besiegt-magnus/

Die Namen der Teilnehmer waren mir nicht vollständig bekannt. Ich wusste nur, dass Jana Schneider, Peer Steinbrück und Felix Magath einen der begehrten Startplätze bekommen hatten. Aufgrund meiner Unwissenheit unkte ich, dass vielleicht ein Titelträger Magnus gehörig unter Druck setzen könnte.

Jens Erik Rudolph 1
Der Magnus-Bezwinger Jens-Erik Rudolph während der Partie …

Nun, erstens ist man eine Woche später immer schlauer und zweitens kommt alles anders, als man denkt. Zur Platzvergabe: Mehr als 1400 Schachbegeisterte hatten sich für 70 Startplätze beworben. 4 Plätze wurden aber fest vergeben. Peer Steinbrück, Felix Magath, Jana Schneider und der erst neunjährige Jeremy Hommer aus Lüneburg waren die Glücklichen. Die restlichen 66 Startplätze wurden verlost.

Eine Elo-Obergrenze gab es nicht, dennoch schaffte es kein Titelträger ins Starterfeld. Neben Jana Schneider durften auch Lara Schulze und Annemarie Mücksch teilnehmen, damit war das u14w-Podium der letztjährigen Deutschen Jugendmeisterschaften in Willingen komplett. Sicher eine tolle Erfahrung für die drei, welche sie bestimmt in ihrer Schachlaufbahn voranbringt.

Magnus zeigte sich laut übereinstimmenden Medienberichten gut gelaunt und besonders Kindern gegenüber sehr freundlich. An den 70 Brettern war er weniger milde gestimmt und machte mit seinen Gegnern zum Teil sehr kurzen Prozess. Das Gesamtergebnis lautet 68 – 2. BEEINDRUCKEND! Die erste Partie war bereits nach 9 Zügen beendet. Und nach ca. 2 Stunden stand es sage und schreibe 30 – 0 für den Champion.

3 schafften es dann aber doch, seine weiße Weste zu beschmutzen. Zwei Schachfreunde knöpften Magnus ein Remis ab. Und Verleger Jens-Erik Rudolph aus Hamburg gelang der ganz große Coup: Er gewann nach 57 Zügen gegen den Weltmeister.

Jens Erik Rudolph 2
… und nach der Partie im Interview.

Jens-Erik Rudolph ist für mich kein Unbekannter, im Gegenteil: Ich rezensierte für den Schach-Ticker die vom Jens-Erik Rudolph Verlag herausgegebenen Bücher „Paul Morphy – Sein Leben und Schaffen“ von Dr. Max Lange und  „Ein Rundflug durch die Schachwelt“ von Rudolf Spielmann. Der Hamburger hat es sich zur Aufgabe gemacht, „Schachklassiker“ (so heißt auch seine Buchreihe) neu zu verlegen. Bis jetzt zählt die Reihe 16 Bücher, darunter auch die beiden oben genannten von Dr. Lange und Spielmann. Wer sich über das Angebot des Jens-Erik Rudolph Verlages informieren möchte, der klicke auf http://www.schachklassiker.de/buchreihe.html.

Ein interessantes Interview mit dem Verleger Jens-Erik Rudolph über seine Vision, welches ChessBase-Chefredakteur Andre Schulz führte, findet ihr unter http://de.chessbase.com/post/ein-hoch-auf-die-klaiker-interview-mit-verleger-jens-erik-rudolph.

Wer weitere Infos über die Simultanvorstellung von Magnus haben möchte, dem sei der ausführliche und bilderreiche Bericht von Andre Schulz unter http://de.chessbase.com/post/magnus-carlsen-begeistert-hamburg wärmstens empfohlen. Ihr findet dort auch die kommentierten Partien von Annemarie Mücksch und Jana Schneider sowie die Notation von Jens-Erik Rudolphs „Unsterblicher“.

Bildnachweise

http://de.chessbase.com/post/magnus-carlsen-begeistert-hamburg

Chess – One Night in Bangkok

Manchmal habe ich die Melodie eines Liedes im Ohr, welches mir zwar gut gefällt, aber von dem ich lange Zeit nicht wusste, wie es überhaupt heißt. Eine ABBA-Dokumentation im Fernsehen vor ca. 2 Wochen brachte die Erleuchtung: Mein Ohrwurm ist „One Night in Bangkok“ von Murray Head. Der Song wurde von den beiden ABBA-Komponisten Björn Ulvaeus und Benny Andersson sowie dem Briten Tim Rice für das Musical „Chess“ geschrieben.

chess
Cover von „Chess“

Wie der Name schon sagt, handelt das Musical vom königlichen Spiel. Neben dem Kalten Krieg wird das Duell zweier Schachmeister thematisiert, welche aus den USA („The American“) und Russland („The Russian“) stammen. Die Charakterzüge dieser Rollen ähneln denen von Bobby Fischer und Viktor Kortschnoj. Vermutlich wurden also die Macher des Musicals von den beiden Exzentrikern inspiriert. Neben den üblichen Themen Liebe, Hass, Eifersucht und Verschwörung geht es um nichts Geringeres als die Schach-WM. Eine vollständige Inhaltsangabe ist nicht möglich, da es von „Chess“ verschiedene Fassungen gibt, die sich in ihren Inszenierungen stark voneinander unterscheiden.

murray head
Murray Head am Schachbrett im Video

Auf YouTube gibt es ein cooles Video des Songs „One Night in Bangkok“, in welchem sogar Schach gespielt wird. Allerdings nicht so lange, nur 3 Züge. Sänger Murray Head spielt mit Weiß gegen eine Thailänderin und hat die Gelegenheit zum Schäfermatt nach folgenden Zügen: 1. e4 e5 2. Lc4 d6 3. Df3 Sc6?? … und hier kommt plötzlich ein Cut, die Partie wird im Video nicht weiter verfolgt. Wusste Murray Head etwa nicht, wie Schäfermatt geht?:) Auf jeden Fall hätten sich Bobby und Viktor diese Chance wohl kaum nehmen lassen.

Hier der Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=w_nV00-SAkI

Bildnachweise

http://www.therightmusical.com/chess/

http://grantland.com/hollywood-prospectus/rembert-explains-the-80s-murray-head-one-night-in-bangkok/

 

Taktikaufgabe – Wie knockt Aljechin seinen Gegner aus?

 

Der russische Schachweltmeister Alexander Aljechin gilt als großes Kombinationsgenie. Auch heute noch lösen seine genialen Einfälle am Brett wahre Begeisterungsstürme aus. Nicht selten überraschte er seine Gegner „aus der Kalten“ mit einem taktischen Schlag. Ein geeignetes Beispiel hierfür ist Aljechins Partie gegen Feldt, welche 1916 in einem Blindsimultanwettkampf an einem äußerst ungewöhnlichen Ort gespielt wurde, nämlich dem Lazarett zu Tarnopol.

Wie kam es dazu? Im Ersten Weltkrieg leitete der künftige Schachweltmeister einen Sanitätstrupp des Roten Kreuzes. Er wurde an der Front bei der Bergung von Verwundeten selbst schwer verletzt und kam in das Lazarett. Dort bat der Russe die Verwaltung, ihm einige Schachpartien zu ermöglichen. Diese organisierte daraufhin eine Blindsimultanvorstellung mit 5 Gegnern, die allesamt aus Tarnopol stammten. Die Stadt Tarnopol liegt heute in der Ukraine und hat über 200000 Einwohner.

Nun zur Partie gegen Feldt. Aljechin führte die weißen Steine und folgende Stellung wurde nach dem 14. Zug von Schwarz erreicht:

Aljechin - Feldt
Schwarz zog 14… c5? und übersah eine taktische Möglichkeit.

Für Tipps bitte auf „Weiterlesen“ klicken.

Weiterlesen

Wer besiegt Magnus?

Am kommendem Samstag, dem 20.02., gibt sich unser Weltmeister Magnus Carlsen anlässlich des 70. Geburtstages der ZEIT in Hamburg die Ehre und spielt passenderweise gegen 70 Gegner simultan. Bis zum 07.02. konnte man sich unter http://www.zeit.de/playmagnus bewerben. Wie erwartet, ist die Veranstaltung am heutigen Tage ausgebucht. Wer genau die 70 Glücklichen sind, welche Magnus herausfordern dürfen, ist unklar, ich fand im Internet keine Teilnehmerliste.

 

3 Namen aber sickerten im World Wide Web bis jetzt durch: Schachspielerin Jana Schneider aus Stetten, der schachaffine Politiker und ehemalige Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sowie Felix Magath, der nicht nur auf dem Fußballplatz als gediegener Stratege gilt.

Jana-Schneider-228x300
Jana Schneider ist schon mal in Position.

 

Steinbrück 2
Peer Steinbrück hat schon mal gegen Wladimir Kramnik geübt.

 

felix-magath-schach
Felix Magath ist ganz optimistisch.

 

Jana bekam einen Platz auf Initiative der Online-Plattform Schach-Ticker und schreibt nach ihrer Partie gegen den Weltmeister einen Erlebnisbericht, auf den man bereits jetzt gespannt sein darf.

Weiterlesen